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my life of style



Lange saß ich vor dem Monitor um das in Worte zu fassen was mir bei dieser Frage durch den Kopf ging.

Ich möchte nicht darüber schreiben, welche neuen Möbel ich mir kaufe, wie viel ich Reise, oder auf welche Veranstaltungen ich wöchentlich gehe. Vielmehr möchte ich über meine Einstellung zum Leben schreiben und meine Meinung zu gewissen Veranstaltungen, Reisen, Möbeln und zu Menschen äußern, die zu meinem Leben gehören, oder und weshalb eben nicht. 

Ich lebe gerne hier im Allgäu, auch gerne in meinen vier Wänden und auch sehr gerne in meiner Haut, ich mag mich und ich finde es sehr wichtig, dass meine Art zu leben und zu denken im Einklang mit meiner Umgebung ist und ich mich so frei entfalten kann. 

 

Und da kommt die Nachhaltigkeit ins Spiel

Neben all den Dingen die mich interessieren, reizen, verzücken, überraschen und vor allem inspirieren, kann ich oftmals nicht meinen Wunsch nach "weniger" tot schweigen.

Ich liebe die Mode, Deko und befasse mich gerne mit Kosmetikprodukten, aber kaum weg zu denken bei all den schönen Dingen, ist leider der vollkommen ausgereizte Konsumwahn und der dazugehörige Müll.

Nicht zu vergessen die Menschen, die unter schlechten Bedingungen arbeiten und kaum was verdienen, um uns das alles zu ermöglichen, sowie die Tiere die einen sehr großen Beitrag in unserem Leben leisten, aber nicht als Haustier an unserer Seite, sondern da draußen am besten in dem Müll den wir täglich hinterlassen. 

All diese Dinge lösen täglich ein Gedankenkarussell in mir aus und es wird jeden Tag mehr, bei jedem Spaziergang, bei jeder Reise, wo einem die Werbetafeln ständig suggerieren möchten, was wir alles scheinbar benötigen, um uns zu fühlen wie wir gerne wären. 

 

Und so stelle ich mir die Frage, was ist eigentlich mein Lifestyle?

Wonach strebe ich, welche Lebensweise passt überhaupt zu mir und habe ich einen roten Faden der sich durch all mein Tun zieht? Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich diese Frage so einfach beantworten kann. Ich bin was das angeht leider oft zu inkonsequent. Ich gehöre zu all denen die sich Schlupflöcher lassen um in schwierigen Situationen da hinein zu springen, auch wenn das bedeutet wieder einmal nicht nach seinen Prinzipien gehandelt zu haben.  

Ich behaupte nicht, das mir das leicht fällt und das ich nicht fast alles versucht hätte, oder das ich gut damit leben kann, gegen meine Vorstellung nach "weniger" gehandelt zu haben, nur ist es manchmal eben nicht so einfach wie man es sich vorher gedacht hat.

Heißt das, ich habe wenig Disziplin? Oder bin ich eher sprunghaft und kann mich schlecht auf eine Sache festsetzen? 

Was meinen Geschmack und meine Vorlieben angeht,  erkenne ich allmählich ein Muster und kann sagen das ich den minimalistischen Lebensstil mag und verfolge, ob im Interior Bereich oder in meinem Kleiderschrank, ich liebe die einfachen aber aussagekräftigen Dinge. Lieber etwas weniger aber dafür klassisch, außergewöhnlich, langlebig und schön. Das kommt meinem Streben nach "weniger" zu gute und unterstreicht erneut meine Meinung zum Konsumieren.

Aber wie sieht es nun mit all den anderen Bereichen aus, wie Ernährung, Arbeit , Hobbys und meinen Zielen? 

Was die Ernährung angeht habe ich bereits einiges ausprobiert und für mich festgestellt, dass mich die herkömmliche Küche nicht mehr überzeugt. Daher tendiere ich seit einigen Jahren so oft es geht zu veganen Gerichten und versuche so wenig tierische Produkte zu mir zu nehmen wie möglich. 

Aber auch da gibt es Verbesserungspotenzial und ich bin immer wieder bemüht mich auf meine Ziele zu besinnen.

 

So langsam erkenne ich da meinen roten Faden.

Nichtsdestotrotz muss ich ganz klar sagen, ich bin noch in meiner Entwicklung und entdecke immer wieder neues, seien es neue Rezepte die ich spannend finde, neue Dinge die ich unbedingt ausprobieren möchte, oder Lebenseinstellungen die mich beeindrucken. Vor allem aber Personen die ich bewundere, die  mich inspirieren und mir immer wieder aufzeigen, dass die Suche nach sich selbst und seinem Lebensstil wichtig ist und kontinuierlich weiter geht. 

Was sagt das aber nun über meinen Life of Style aus? Gehöre ich nun eher in die Urban-Lifestyle Sparte, oder eher zu den Minimalisten?  Und spielt das überhaupt irgendeine Rolle? 

Ich kann mich für keine zu 100% entscheiden, ich bin irgendwo mitten drinnen und habe ein wenig von allem für mich entdeckt. Meine Persönlichkeit ist stetig im Wandel und nimmt auf dem Weg das Beste von allem mit. Ich möchte mich nicht ausruhen und in 5 Jahren sagen, "so, ich bin das was ich immer sein wollte", ich denke, dass selbst dann der Moment kommt, wo einem das nicht mehr zusagt, denn irgendwie bedeutet das ja auch stehen bleiben. 

Für mich heißt das, dass die Zeit verändert und die Umstände auch. Man sollte also immer flexibel bleiben und lernen sich weiter zu entwickeln, so verändert sich dann auch der jeweilige Lebensumstand, denn alles ist vergänglich und nichts ist für immer. 

Love, Nastja 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Katharina (Mittwoch, 10 April 2019 11:21)

    Ich finde es sehr schön zu hören wenn jemand mit sich zufrieden und im Einklang ist. Ich muss mir da mal eine Scheibe abschneiden, diese ständige Unzufriedenheit mit sich, ist auf Dauer einfach nicht gesund, deswegen Danke für die Inspiration.
    Ich muss gestehen ich habe mich noch nicht viel mit Thema Nachhaltigkeit auseinandergesetzt aber gerade jetzt im Urlaub auf Sri Lanka ist es wichtig umzudenken denn nicht alle Menschen haben die Möglichkeit sich die Dinge zu kaufen die sie möchten und sind deswegen trotzdem glücklich. Gerade Plastikmüll ist hier sehr viel und wenn man die Hunde am Strand sieht die in irgendwelchen Müllbergen auf essen suche sind macht einen das ziemlich dachdenklich und traurig.
    Liebe Grüße

  • #2

    Doris (Dienstag, 23 April 2019 22:34)

    Sehr schöne Gedanken - ich sollte mir selber auch öfters mal die Frage stellen, was mein roter Faden ist :) Ich nehm mir das am besten diese Woche vor - alles Liebe und danke dir!